Montag 5.5.2025 Beach!
Nach der ausgefallenen Nacht von gestern habe ich letzte Nacht natürlich geschlafen wie ein Stein. Mit der Klimaanlage hier kann man es gut aushalten und so habe ich morgens erst mal in Ruhe gefrühstückt. Mein Programm für heute ist relativ einfach: zum Strand gehen, hier im Hotel mit der Klimaanlage ausruhen und dann noch mal zum Strand gehen. Viel mehr kann man hier allerdings auch nicht machen, aber das wusste ich vorher und ein bisschen Ruhe tut auch mal gut.
Hier komme ich immer vorbei
„Wir sind es müde, unsere Brüste zu bedecken!“ Ballermann!
Man merkt hier sehr eindeutig, was man nicht mehr in Südamerika ist. Die Menschen sind anders, die Mentalität ist anders, die Küche: der Unterschied ist schon sehr deutlich. Das ist mir schon 2023 aufgefallen, als ich damals von Kolumbien aus durch das mittelamerikanische Festland gereist bin, aber jetzt, nach der langen Zeit in Südamerika empfinde ich es als noch krasser. Natürlich kommt speziell hier noch der karibische Einfluss dazu, das erinnert mich ein wenig an die sehr karibisch geprägte kolumbianische Stadt Cartagena. Aber das ist nur natürlich, in Deutschland leben ja im Norden auch anders geprägte Menschen, als im tiefen Süden.
Was ich heute gemacht habe, kann ich hier eindrucksvoll dokumentieren
Das dreiteilige Programm von heute läuft gut. Ich bin ganz gemütlich zum Strand runtergelaufen, habe mir da ein Fleckchen gesucht und mich zusammen mit einem MP3-Player in den Sand gelegt. Vorsichtshalber habe ich mal den Sonnenhut ganz auf mein Gesicht gelegt, was zwar ganz wahrscheinlich bescheuert ausgesehen hat, aber es hat zumindest die Sonne etwas von meinem Gesicht ferngehalten.
Durch den ständigen Wind hier merkt man die Sonne nicht; das ist sehr gefährlich. Der ständige Wind ist es auch, der einen hier sehr ordentlich paniert und der Schweiß auf der Haut hält den Sand gut fest. Als ich dann mittags ins Hotel gegangen bin, habe ich auch direkt erst mal geduscht, nur um den Sand loszuwerden. Der dritte Teil des Programms hat dann dem ersten Teil sehr geglichen, also runter zum Strand, Platz suchen, hinlegen, Musik hören. Die Kopfhörer in den Ohren schützen einen auch davor, angesprochen zu werden, ein netter Zusatzeffekt.
Schiffsfriedhof
Uiuiuiuiui!
schön hier!
Nach meiner Pause unter der Klimaanlage bin ich dann noch mal am den Strand zurückgegangen. Jetzt waren ein paar Wolken da und es war deutlich angenehmer. Nun waren auch mehr Leute am Strand, ich denke in der Mittagszeit ist es einfach zu heiß. Nachdem ich mich jetzt hier vom ausruhen ausgeruht habe, bin ich dann langsam zurück zu meinem Hotel und kam vorher an einer illegalen Kneipe vorbei. Es war keine Kneipe, sondern eine Art Kiosk, aber davor waren Bänke und Tische und ich hab gestern schon gesehen, dass Leute hier ihr Bierchen trinken. Der Kollege hat natürlich keine Schanklizenz! Man erkennt das immer ganz gut daran, dass die Bierflaschen in Papiertüten versteckt werden. Das gleiche Konzept kenne ich aus Thailand, wo auch vor vielen Supermärktenbänke und Tische stehen war dann überwiegend deutsche Rentner sich ein billiges Bier reinschrauben.
Und jetzt ein Bier, das hörte sich gut an. Also setz ich mich dahin und genoss eine Bierflasche lang das Treiben hier in Punta Cana.
Abends war ich dann noch kurz essen, da habe ich es hier nicht weit, weil ich sehr nah an dem Party-Epizentrum von Punta Cana wohne. 300 m die Straße geradeaus und danach 200 m nach rechts und dann bin ich schon an den wichtigsten Kneipen vorbeigelaufen . An der Ecke aber ist ein Italiener, der immer gut besucht ist und der tatsächlich eine leckere Pizza kann. Die relativ kleine Pizza ist zusammen mit einem Bier nicht unbedingt billig, aber okay.
Auf dem Weg zurück ins Hotel habe ich dann noch Gustav kennen gelernt. Zwei Leute saßen auf Stühlen an der Straße und schaute mich beim vorbeigehen neugierig an. Bisher habe ich die Leute hier nicht als freundlich empfunden und wegen der Anmacherei bin ich Ihnen auch ganz gerne aus dem Weg gegangen. Aber hier auf dieser stillen Straße fühlte ich mich genötigt, wenigstens wenn „buenas noches“ zu sagen.
Das wurde auch artig beantwortet aber dann kam hinter mir ein „where are you from“ angeflogen. Und als ich dann in Deutschland sagte, kam Gustav in Fahrt. Er hat 36 Jahre bei Ford in Köln gearbeitet und als ich sagte, dass ich aus Düsseldorf komme hatte er mich fast adoptiert. Das sei ja so eine schöne Stadt! Wir haben noch ein bisschen gequatscht (auf Deutsch) und dann bin ich weitergegangen. Aber ich hörte hinter mir dann ein reges Geschnatter, weil jetzt natürlich Gustav seinem Kumpel die ganze Geschichte auf Spanisch erzählen musste.
Morgen geht es dann weiter nach Santo Domingo
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