Dienstag, der 25.3.25 Reise nach Asuncion
Reisetag. Zum Busbahnhof gelaufen, als ich kam, fuhr auch schon der Bus fuhr vor. Von außen sah er noch einigermaßen gut aus, aber innen drin war er dann doch ziemlich verschlissen und auch enger als der Bus letztens. Schmutziger!
Dieses Mal hatte ich einen Platz oben ganz vorne vor der Windschutzscheibe die allerdings auch sehr schmutzig war. Aber so kann man wenigstens ein bisschen was sehen! Allerdings schwankt es hier auch wie ein betrunkener Seemann!
Aber es war nicht viel zu sehen. Im Bus war es gewohnt kalt und draußen war es grau und düster. Später fing es auch noch an, zu regnen. Wenigstens war es trocken.
Die 2 wichtigen Fernstraßen in Paraguay sind die Ruta 1 und die Ruta 2. Es sind jeweils einspurige Straßen, die fast immer geradeaus führen. Überholen wird so einfacher. Das ist auch notwendig, weil oft langsame Fahrzeuge unterwegs sind.
Ab 11 Uhr wurde der Regen dann ergiebiger. Irgendwelche Kanalisation scheint es hier nicht zu geben, also steht viel Wasser auf der Straße. Wir fahren oft gegen tief hängende Äste, da ist der Platz hier vorne nicht optimal. Ich denke fast immer, ich kriege das Ding ins Gesicht.
Es war sehr langweilig. So richtig viel sehen konnte man wegen der schmutzigen und jetzt auch noch nassen Scheibe sowieso nicht und es fing auch an, ein bisschen durchzuregnen. Der Bus hat wirklich bessere Tage gesehen.
Wir kamen an mehreren Unfällen vorbei, die wahrscheinlich Folge des Wetters waren . Jedes Mal bildeten sich Staus und wir standen. Ab und zu sind wir auch auf kleinere Straßen ausgewichen, wahrscheinlich ist da noch mehr auf der Ruta 1 geschehen.
Ich habe mir so gut es ging die Zeit vertrieben mit den üblichen Aktivitäten. Mit einer dreiviertelstündigen Verspätung sind wir dann im Terminal von Asunción angekommen. In der letzten halben Stunde war es trocken gewesen, aber jetzt fing es ausgerechnet wieder an zu regnen.
Terminal n Asuncion
Leider war das Kofferabteil des Busses auch nicht so ganz dicht, mein Rucksack kann ein Lied davon singen. Aber zum Glück ist es eher äußerlich, die Sachen drinnen sind nur ganz leicht feucht geworden.
Der Uber kam erfreulich schnell und jetzt bin ich wieder in der gleichen Unterkunft wie beim ersten Mal, nur in einem anderen Zimmer.Dieses hier ist viel neuer sehr hell und sehr freundlich eingerichtet. Tolles Apartment!
Ich bin dann noch zu Bolsi gefahren. Das ist das Restaurant, wo ich letztens schon so begeistert war. Zuerst wollte ich den Bus der Linie 11 nehmen, aber leider regnete es noch. Deshalb musste Uber herhalten.
Linie elf ist laut Reiseführer hier ein fester Begriff. Linie elf nehmen heißt: zu Fuß gehen. Die beiden Einsen symbolisieren dabei die 2 Beine.
Es gab ein tolles Steak mit gebratenen Zwiebeln und Pommes. Da drüber zwei Spiegeleier und das Fleisch war perfekt. Wirklich ein tolles Restaurant.
Aber in dem Viertel war irgendwas los. Es war unheimlich viel Polizei da und vor allem an einem anderen Restaurant, waren bestimmt 20 oder noch mehr Polizisten. Hinterher wurden hier auch Straßen gesperrt, ich denke, dass vielleicht irgendein Politiker oder ein anderer wichtiger Mensch hier essen gehen wollte.
Es war kein Politiker, es war eine Demonstration. Als ich mit dem Essen fertig war, war das Viertel abgesperrt, aber zum Glück war dieser Pop-up-Cocktailstand innerhalb der Absperrungen. Und er hatte sich unter einem Gebäude mit einem vorstehenden Dach zurückgezogen.
Dort hatte er seinen Stand und ein paar Stühle Und notgedrungen (was soll ich denn machen) hab ich mich da hingesetzt.
Es waren vielleicht 150 Demonstranten, aber ich konnte nicht erkennen, worum es da ging. Es waren aber auch mindestens 50 Polizisten da, wenn nicht sogar mehr, so dass ich kein schlechtes Gefühl hatte.
Nur als dann Feuerwerkskörper gezündet wurden, die sich im ersten Augenblick für mich wie Schüsse anhörten, war mir etwas mulmig. Aber die Polizei blieb ruhig, und das tat ich auch.
Der Caipirinha war sehr lecker.
Unterdrücken Sie den Schrecken mit einem leckeren Getränk
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